Achssatz aus Indien - taugt das was?

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Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon damaltor » Mo, 24 Okt 2022, 10:44

Hiho,
da meine Radlager rundherum ein sanftes Brummen von sich geben, sollen sie neu. Für den SJ413 mit Freilaufnaben wäre ja vermutlich dieses Set hier, 1x pro Seite, praktisch:
https://www.gew24.de/product_info.php?i ... fnabe.html
Dies sind also rund 90 Euro pro Vorderrad, also ca. 180 Euro für die Vorderachse. Hinterachse ist ja etwas einfacher, aber sagen wir mal grob 250 oder 270 für alle vier Naben.
Nun fiel mir mehr zufällig dieses Set auf:
https://www.ebay.de/itm/164705336159?mk ... VBdVNTY%3D
Die Inder bieten also alle 4 Sätze für insgesamt 150 Euro an - je nach Glück mit dem Zoll also unter 200 insgesamt. Hier sind nicht nur die Teile dabei die auch beim Offroad Shop drin sind, sondern zusätzlich auch zB die Haltebleche für die Filzscheiben. Man sieht aber schon auf dem Ebay-Bild leichten Rostbefall :D Auch neue Pins und Shims für das Kugelgelenk liegen hier bei.
Ich nehme an, dass die Qualität dieses Ebay-Sets unterdurchschnittlich ist, speziell bei den Radlagern, um die es eigentlich geht. Hat das schonmal jemand verbaut und kann das bestätigen oder etwas zu der Qualität sagen? Sind die evtl besser als erwartet?
Bei der Gelegenheit: Das Set vom Off Road Shop, hat das schonmal jemand probiert?
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Re: Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon veb1282 » Mo, 24 Okt 2022, 18:16

Ist natürlich eine arge Glaubensfrage. Aber ich habe schon Teile aus Indien bestellt und war recht zufrieden. Kommt aber auch immer drauf an, was es ist. Würde bei Bremsen zum Beispiel eher zweimal überlegen, ob es Alternativen gibt.
Immerhin wurden die Fahrzeuge in Indien aber noch bis in die letzten Jahre in Lizenz gebaut. Also kann es sich hier durchaus um die gleichen Hersteller handeln, die man evtl. auch bei manchem Händler hierzulande bekommt.
Die Qualität kann natürlich auch etwas niedriger sein und die Abdeckbleche nicht so gründlich verzinkt. Dann rosten sie vielleicht nach 8 Monaten und nicht wie sonst erst nach nem Jahr.

Nun ist der gemeine Suzuki keine Hochleistungsrennmaschiene.

Also kurzer Rede langer Sinn. Ich persönlich würde es riskieren, weil es ein sehr umfangreicher Satz ist. Und sollte ein Lager ein paar Wochen weniger lange halten, fliegt die Karre auch nicht gleich davon in die Luft.

Die Bleche würde ich vor dem Einbau nochmal ordentlich in einer guten Rostschutzfarbe baden. Ich selber hab mir sogar welche Feuerverzinken lassen.
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Re: Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon ohu » Di, 25 Okt 2022, 8:53

Ich würde den beigelegten Achsschenkelbolzen nicht trauen. Das sind ja durchaus kräftig belastete Bauteile, wenn an denen die Schweißnaht nicht passt, verliert man auch mal ein Rad. Eher die alten Bolzen weiterverwenden, solange diese noch fit sind - aber die gehen normalerweise auch nicht kaputt.

Bei billigen Gummiteilen wie Dichtungen aus dem Zubehör habe ich zwar nicht jedes Mal ins Klo gegriffen, aber häufig genug Probleme mit Rissen und Verschleiß gehabt, dass ich dort nur mehr Markenware kaufe.
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Re: Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon Soap_62 » Mi, 26 Okt 2022, 14:46

Hallo, habe auch schon in Indien bestellt aber würde dort nur einfache Teile kaufen, da die Qualität nicht die beste ist...
Als Beispiel möchte ich einen Handbremshebel und Tachoantrieb nennen, die zwar wahrscheinlich wie das Original funktionieren aber Bestimmt nicht so lange.
Die Achsanschläge aus der gleichen Bestellung stinken zwar, machen aber sonst einen super Eindruck.

Zurück zum Thema:
Komplettsatz Vorderachse ohne Freilaufnaben mal bei "AS PARTS OFF-ROAD-STRACKE" auf Ebay schauen, derzeit 130€

Für die Hinterachse passt "SKF VKBA 1972", auch einfach mal googeln.
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Re: Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon veb1282 » Mi, 26 Okt 2022, 15:11

Das hat Soap_62 gut formuliert. Funktion ja, aber wahrscheinlich nicht so lange. Das Zeug ist nicht mehr das, was Suzuki-San sich ursprünglich mal vorgestellt hat. Das fing allerdings schon in Spanien an.

Es ist inzwischen aber leider auch zu beachten, dass man merklich bei immer mehr Teilen froh sein muss, überhaupt was zu bekommen. Ob vom Inder, Australier oder Ami. Hab da grad erst schön was durch mit meinen Motorlagern. #-o

Übrigens als Hinweis der Vollständigkeit halber. Bei den Indern waren viele Autos mit Rechtslenker im Einsatz. Bei bestimmten Teilen also aufpassen. Armaturenbrett und so weiter...
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Re: Achssatz aus Indien - taugt das was?

Beitragvon damaltor » Di, 01 Nov 2022, 22:03

danke für eure einschätzung.. ich werde wohl die finger davon lassen.
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