Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Ihr wollt uns an euren Umbauten o.ä. teilhaben lassen??
... dann hier rein damit!

Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 12:03

Hallo Suzuki Gemeinde,

Wollte hier mal einen Bericht schreiben mit vielen Fotos dazu, wie ich meine Lehmann Sperre eingebaut habe.

Da ich mich selber nicht auskannte und viel Fragen hab müssen in diesem Forum will ich euch meinen Umbau nicht vorenthalten. Möchte ein paar Noob Details dazuschreiben die euch Profis klar sind, aber mir nicht so klar waren. Bitte um Verständnis wenns wem stört.

Werde laufend weiterberichten so eine Art Liveticker.

hier die Basis Sj413er Achse mit Originaler Parksperre Übersetzung 3,91.
gemssen hab ich so: eine Umdrehung an der Radnabe ergab 3,91 Umdrehungen am Triebling.

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Die Achse wurde sandgestrahlt und hier kam zum Vorschein warum Öl ausgetreten ist. Nicht vom Simmering wie ursprünglich angenommen, sonder das Achsrohr ist bei den Blattfederauflagen durchgefault an 3 Stellen. Die wurden dann mit der Schutzgas zugeschweisst.

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Halterung gebaut, an die Radnaben geschraubt und die Steckachsen mit dem Schlögler abgezogen, Lager mit der Flex runtergeschnitten, Diff ausgebaut. Ging sehr schwer weil alles mit Dichtmasse voll war. Innen war auch alles abgespritzt, weil der Vorgänger nach dem Dichtmasse auftragen und Einbau sofort gefahren ist, hat sich alles innen verteilt. Dewegen sollte man abtrocknen lassen. Dann wurde alles penibel gereinigt. Der Triebling wurde ausgebaut (war im Lager eingerostet ging hart raus), weil Sandstrahlgut (Eisenschrot) zwischen die Trieblingslager kam. DAMN !!!.

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Der Triebling wurde wieder eingebaut. Man braucht keine neue Quetschhülse und lasst euch nicht einreden das ihr eine neue braucht. einfach die Mutter wieder auf die Kerbe hindrehen und das Blech wieder einschlagen. Das Anlaufdrehmoment ist ganau gleich wie vorher. Hab ich gemessen mit einer Waage. ÖL vorher in die LAger füllen !!!!

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Foto von der alten Sperre

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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 16:08

Dazwischen hab ich mal den kontrollschalter vom sperrengeber repariert. Die drähte sich sind ganz unten beim harz abgezwickt worden...nun hab ich mit dem dremel die drähte befreit und auf den restln neue drähte aufgelötet. Ein stück 20er v-rohr hab ich drauf gesteckt und dann wieder mit epoxyharz befüllt

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Dann kamen die radlager dran...nicht vergessen die bremsankerplatte vorher drauf zu legen bevor man das lager draufpresst. Dann noch den schrumpfring draufpressen. Man muss nichts warm machen, bei mir ist alles schön draufgerutscht mit eun bischen öl. Die einbaurichtung des lager am bild ist so das der absatz richtung ankerplatte steht. Wenn man den absatz nicht hat gehört noch der ca.5mm dicke ring noch vorher drauf.

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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 17:01

Dann wurde das lager auf den flansch aufgeschlagen mit einem schmalen durchschlag denn wenn man es pressen will muss man sich ein passgenaues rohr machen das innen grösser als 50mm ist und nur 3-4 mm wandstärke hat. Sonst kommt man nicht zwischen flansch und lagerrollenkorb. Hier sollte man den flansch in die kühltruhe legen da der flansch beschichtet ist und sonst das lager schwer draufrutscht

Die schrauben wurden mit mittelfesten loctite eingeklebt.


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Weiter gehts mit tellerradeinbau.

Wenn man den lagereinstellring ordentlich markiert hat auf der anderen seite des sperrenflansches dann passt auch wieder das zahnflankenspiel. Besser man verstellt hier nichts sonst müsst ich auch noch das tragbild einstellen und dann wirds fad.

Den neuen ring den lehmann jörn dazu gibt auf kaution, habe ich einfach nach gefühl festgedreht. So ähnlich wie beim radlager einstellen. Leider habe ich vergessen das anlaufdrehmoment beim ausbau zu messen. Aber aufpassen die lager müssen in öl laufen sonst passt keine messung.

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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon 4x4orca » Mi, 04 Feb 2015, 20:18

autschi hat geschrieben:....Wenn man den lagereinstellring ordentlich markiert hat auf der anderen seite des sperrenflansches dann passt auch wieder das zahnflankenspiel. Besser man verstellt hier nichts sonst müsst ich auch noch das tragbild einstellen und dann wirds fad....


Naja, das ist die Methode ohne passendes Werkzeug zu dem Thema.

Grundsätzlich sollte man Zahnflankenspiel per Messuhr immer neu einstellen da das Diff ja auch Verschliess unterliegt. Das diff dürfte also beim Ausbau wohl außerhalb der 013-018 gelegen haben. Das ändert übrigens nix am Tragbild, dass nur durch Änderungen am Triebling verändert wird.

Klar grundsätzlich geht das, aber hat nur Feldreparaturqualität.

Was auch extrem wichtig ist, dass man die Anlaufringe erst mal weiter als die sollposition rein dreht und dann wieder zurück, damit sich alles richtig setzt. Dir kann es nämlich sonst passieren, dass da Differenzial nach den ersten Metern plötz viel mehr Spiel als beim einstellen hat.
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 20:57

@4x4orca

Noch is nix verhaut hab die lagerbacken noch lose. Werd die messuhr mal draufklatschen. Das mit dem anlaufring fester anziehen dann drehen und wieder lösen ist mir klar. Aber wie fest das lager gespannt werden muss weiss ich nicht. Kann man das auch irgendwie messen?
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 21:19

Soll ichs so machen wie du hier beschrieben hast? 4x4orca ?

http://suzuki-offroad.net/viewtopic.php?t=34976&highlight=messuhr
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon 4x4orca » Mi, 04 Feb 2015, 21:40

Also ich mache das immer so.

ZUnächst kann man die Lagerbacken ja nicht ganz anziehen, weil man die einstellringe sonst nicht mehr drehen kann. Ich drehe die anlaufscheibe auf der Tellerradrückseite immer erst mal so weit rein, bis das diff kein Spiel mehr zwischen Tellerrad und Triebling hat. Dann die andere seite (wo der Sperrenflansch ist) dagegendrehen und das ziemlich fest. Dann drehe ich die anlaufscheibe auf der Tellerradrückseite zwei löcher zurück. Dann mitm Gummhammer ein paar schläge gegen das Tellerad und dabei drehen. Jetzt die erste Messung vor nehmen auf 1/10. Ggfls dazu jeweils je ein Loch vor bzw. zurück. Vor der neue Messung immer wieder etwas mit Gummihammer aufs Tellerad. damits keine Verspannung gibt.

Wenns passt, dann Lagerbacken fest ziehen Tellerrad mit Gummihammer erneut bearbeiten, damit verspannungen gelöst werden und erneut auf 1/10 prüfen. Ggfls. wieder lösen, wenns nicht mehr passt und o.a. Einstellung erneut vornehmen. Das musst du so lange wieder holen, bis es in angezogenem Zustand passt.
Das kann beim ersten mal schon passen, muss aber nicht. Ich hatte es da schon , dass sich eine Lagerring so blöd verklemmt hat, das nach dem Anziehen 6/10 Spiel waren. Deswegen immer mit Gummihammer für entspannung sorgen.

Dann kann man sicher sein, dass sich an der Einstellung nix mehr ändert.

viel Erfolg.

Und bezüglich des reparierten Schalters. Hast du denn mal mit durchgangsmesser gepüft, ob der in allen Stellungen noch 100% durch gang hat. Wenn nein, ersetz ihn druch einen neuen, auch wenn er 25 EUR kostet. Du wirst die Investition nicht bereuen. Die dinger können dirch durch Oridation die tollsten Geschichten erzählen, was dann im Zweifelsfall die Sperre zerstört. Wenn du ihn drin lässt, befestige die Kabel in einer Schleifer mit nem Kabelbinder am Schalter, damit die Bewegungstelle im KAbel nicht direkt am Schalter, sondern hinter dem Kabelbinder sitzt. Dann hält das wesentlich länger.
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 21:53

Ohhh danke erstmal 4x4orca... werde morgen weiter berichten.

Ja der schalter funzt ordentlich
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon Marlo » Mi, 04 Feb 2015, 22:46

4x4orca hat geschrieben:Naja, das ist die Methode ohne passendes Werkzeug zu dem Thema.

Grundsätzlich sollte man Zahnflankenspiel per Messuhr immer neu einstellen da das Diff ja auch Verschliess unterliegt. Das diff dürfte also beim Ausbau wohl außerhalb der 013-018 gelegen haben. Das ändert übrigens nix am Tragbild, dass nur durch Änderungen am Triebling verändert wird.

mit Zahnflankenspiel besser als eingelaufen einstellen haben wir mal ein Diff gekillt. Die Zahnflanken sind auf einander eingelaufen, die sollten möglichst wieder so stehen wie vor Sperreneinbau (das Diff wäre ja auch weiter so gelaufen, wenn man da keine Sperre eingebaut hätte)
Und klar ändere ich was am Tragbild, wenn ich das Tellerrad verschiebe (was ich ja tue, wenn ich das Zahnflankenspiel einstelle).

sind auch nur Erfahrungswerte... aber hat sich bei uns so bewärt. nach dem einen zerriebenen Diff(das besser als vorher eingestellte) haben alle Diffs, wo wir Sperren eingebaut haben, gehalten.
"Das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke..."
Offroad Events hat geschrieben:Bitte, bitte leg sofort das Werkzeug und die Autoschlüssel weit weit weg und lang beides NIE WIEDER an !
Ich hab das Gefühl du trainierst ernsthaft für den Darwin Award 2010 :roll:
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Re: Lehmann Sperre Einbaubericht für Noobs

Beitragvon autschi » Mi, 04 Feb 2015, 23:02

Naja so hätt ichs mir auch gedacht...hätte auch gemeint das es einfach so weiter laufen soll.

Und wie hast du die lagermuttern eingestellt?

Auf der einen seite kann ichs ja lassen wo ich markiert habe und auf der anderen?
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