Samurai zurück auf die Strasse

Ihr wollt uns an euren Umbauten o.ä. teilhaben lassen??
... dann hier rein damit!

Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon UweF » Mi, 26 Aug 2026, 17:15

Hallo zusammen,

mal ein Bericht zu unserem Samurai.

Gekauft Mitte 2024 weil meine bessere Hälfte den Wunsch äußerte nochmal ihr erstes Auto zu haben. Also etwas umgeguckt und einen Samurai mit breiteren Reifen und etwas höhergelegt gefunden.
Angeschaut... mir schwante böses, Fahrzeug schon länger abgemeldet aussen eher schlecht, Motor lief ganz ordentlich, meine Frau begeistert, war schon klar das es dieser wird :-D da hilft kein gutes zureden, zaghafte Versuche den auszureden endeten mit: Kannst du doch fertigmachen.

Also gekauft.
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Zuhause dann mal genauer hingeguckt

Rost an der Karosse natürlich, mehr oder weniger überall, Rahmen allerdings ok, Kotflügel vorne komplett fertig.
Bremsleitungen und Spritleitungen stark vergammelt
Hinten 2 unterschiedliche Blattfedern, beide komplett ohne Vorspannung.
Tankabdeckung völlig durch
Schekel aus Alu , so nicht eintragungsfähig
Stossstangen waren wohl selbstgebaut, Innenleben der Rücklichter und Standlichter vorne quasi nicht mehr vorhanden
Reifen auf zu kleinen Felgen
Lenkrad unter der Abdeckung gebrochen
Falscher Motorblock drin, Einspritzer mit Vergaserblock eingebaut
Kein Kat verbaut
Heizung funktioniert nicht



Nun gut, mir war schon klar das da Arbeit und Geld reingeht, also erstmal anfangen...
Neue hintere Bleche im Innenraum eingeschweisst.
Neue Kotflügel angebaut, dazu mussten die Lampenhalterungen umgebaut werden, passten so nicht
Vordere Radkästen am Übergang zur Rückwand geschweisst.
Schäkel ASP gebraucht bekommen und eingebaut
Dotz Felgen drauf mit den 235er Reifen
Neue Blattfedern hinten inkl. Dämpfer ….hahaha … Dämpfer zu kurz und Bremsschlauch auch, also neue Dämfer und passenden Bremsschlauch.
Der nächste Moment, Auto steht völlig schief durch die quasi geraden Blattfedern vorne also auch hier neue Federn und passende Dämpfer.
Bremsleitungen und Spritleitungen erneuert, Bremsscheiben und Beläge natürlich auch.
Tankschutz selbst gebaut.
Kat eingebaut, Endstück passte dann nicht, also neuer Endschalldämpfer.
Originalstossstangen gebraucht erstanden und wieder erstmal schweissen, nachdem ich festgestellt hatte das der Vorgänger die Rahmenrohre zur den vorderen Stossstangenbefestigung abgeflext hatte.
Heizungsventil erneuert.
Lenkrad in Ungarn bestellt und eingebaut.
Gebrauchte Standlichter und neue Rücklichter angebaut.
Zum Schluss noch das übliche bei alten Autos, neue Kerzen, Zündkabel, Ventile einstellen, Ölwechsel, Bremsflüssigkeit etc.


Soweit so gut, optisch sonst noch nichts gemacht, aber ich wollte erstmal TÜV haben.
Also vorgesprochen, der gute :D Mann zeigte sich im Gespräch auch bereitwillig, ich solle das Auto Samstag bringen, die würden dann schon mal HU machen und Montag morgens wäre der Prüfer für die Eintragungen da und würde sich darum kümmern, ich also Kurzzeitkennzeichen am Freitag besorgt, ganz kurze Probefahrt gemacht wg. der Bremsen, soweit alles ok.
Am Montag nachmittag hin und bald vom Stuhl gefallen, der Prüfer für die Eintragungen hatte dann doch keine Zeit um sich das anzuschauen, auf meine Frage hinsichtlich der HU sagte mir dann derselbe mit dem ich den Termin gemacht hatte das ja wohl erst mal die Eintragungen gemacht werden müssten bevor er ne HU macht. Die Papiere hatte er nicht mal gesichtet.
Nachdem er auf mein Drängen widerwillig in die Gutachten geguckt hatte sagte er mir das ich erstmal andere Verbreiterung bräuchte, die wären zu kurz, dann sollte ich wieder kommen und er würde dann mal weitersehen. Wie ihr euch vorstellen könnt bin fast an die Decke gegangen, noch wer weiss wie oft Kurzzeitkennzeichen? Nicht sein Problem, meinte er.


Ich hab mir dann einen anderen Tüv gesucht, etwas weiter entfernt aber beste Entscheidung.

Auf der Fahrt zum neuen Tüv ca. 40 km dann fetsgestellt das das Lenkrad schief steht und das Auto schneller als 50 kaum fahrbar ist, unheimlich schwammig und nervös in der Lenkung, dazu später noch was. Ich war etwas zu früh beim Tüv , zum Bäcker, dann springt die Kiste nicht mehr an, hört sich an wie Batterie leer , hatte wohlweislich den kleinen Booster dabei, also soweit ok.
Dem Prüfer musste ich dann erst mal sagen das er das Auto möglichst nicht so oft aus und an machen soll :D. Der war aber völlig entspannt und liess ihn einfach die ganze Zeit an.
Die Prüfung lief echt gut, er hat noch ein Blech vom Vorgänger gefunden, das ich ich nochmal neu machen sollte, ansonsten alles ok, auf der Bühne ging auf einmal die Drehzahl etwas hoch und die Karre qualmt ordentlich , zu dem Zeitpunkt stand die HU noch aus, mir schwant böses... aber nee AU knapp aber geschafft. Ich soll in einer Woche nochmal vorführen wegen dem Blech und könne dann das Gutachten mitnehmen .

Geschafft!! Eine Woche später Plakette und Gutachten abgeholt und Auto angemeldet.



Es hätte auch schön sein können aber ab und zu springt er nicht an, neue Batterie rein, nützt nichts, Anlasser auseinandergenommen und gereinigt, mechanisch völlig ok. Am Ende war es das Kabel vom Zündschloss zum Anlasser, Relais eingebaut, jetzt ist Ruhe.

Nun musste ich feststellen das der Motor zwar sauber läuft aber auf 300km einen Liter Öl frisst, komisch, gequalmt hat er kaum. In Hinblick das da eh der falsche Block drin ist (Gott sei Dank hat der TÜV nicht auf die Kubikzahl am Block geschaut) hab ich mich umgeguckt und für hundert Euro einen Motor erstanden, der angeblich lief, naja was soll man da groß verkehrt machen. Es war Winter, ich hatte Zeit abends.

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Moto komplett auseinandergebaut, gereinigt, neu abgedichtet, dabei festgestellt das die Nockenwelle an zwei Ventilen eingelaufen ist , also neue erstanden, neu für 80€ :-O
Der Zapfen für die Arretierung am Nockenwellenrad war etwas zu lang, kein großes Problem.
Motor dann eingebaut, läuft super.
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Dann ist da noch das Problem mit der extrem schwammigen Lenkung.. nach vergeblichen Versuchen das Lenkungsspiel etwas strammer zu stellen ( danach ging das Lenkrad nicht mehr von alleine in Geradeausstellung) hab ich näher damit befasst. Durch die neuen Federn, die Schäkel und die grossen Räder liegt das Auto 16cm höher wie vorher. Ich bin jetzt nicht der Experte für Auto Fahrwerke, meine Erfahrungen liegen da eher bei Motorrädern. Also gelesen und gelesen , bis ich auf einen Artikel stiess wo das Problem mit dem Nachlauf bei Blattfedern beschrieben wurde.
War mir einleuchtend, also habe ich mir Achskeile besorgt, was soll ich sagen, astrein, viel viel besser, so kann man fahren!

Als nächste habe ich noch den Innenraum aufgehübscht mit selbst bezogenen Türpappen und selbstgebauten Verkleidungen für hinten.
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Zwischendurch habe ich noch aus dem im Forum vorhandenen Gutachten die Trittbretter nachgebaut.

Nur noch lacken … dachte ich...

ich hätte noch genauer hingucken sollen, beim anschleifen kam mir der weisse Staub auf einmal zu Hauf entgegen und ein kleiner Riss im Spachtel über dem hinteren Radkasten, etwas gefummelt mit dem Schraubenzieher, da kommt mit ein wirklich grosses Stück Spachtelplatte entgegen, darunter nichts ausser Rost.
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Zwei komplett neue Seitenwände nun auch noch eingeschweisst, die waren erstaunlich günstig.



Letzte Aktion war dann tatsächlich lacken, ich habs selber gemacht im Zelt, perfekt ist das Auto eh nicht, sieht aber wirklich ganz gut aus, es hat mir zwar einig Läufer produziert , das es an dem Tag viel zu warm war und der Klarlack zu schnell getrocknet ist. Meine Annahme war das ich zu wenig Material hatte, deshalb zu viel Klarlack gegeben habe und dadurch Läufer produziert habe, naja , wenn ich mal Zeit und Lust habe geh ich da nochmal mit Lackhobel und Politur dran.

An dieser Stelle auch noch vielen Dank für die Tips und Hilfe die ich hier bekommen habe.

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Achja, Frau meinte jetzt das sie gar nicht mehr auf dem Schirm hatte das das Auto so grob ist, also wirklich fahren eigentlich eher nicht, aber so ein alter Mustang wär doch nett :))))
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Re: Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon muzmuzadi » Mi, 26 Aug 2026, 19:56

Da hast Du ja ganz schön was durch. #-o

Ist aber gut geworden! =D>

Nur 16 cm höher ist er ziemlich wahrscheinlich nicht. :wink:
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon UweF » Mi, 26 Aug 2026, 20:38

Ich weiß nicht wirklich wie hoch der original ist , der ist jetzt 1,85m gemessen OK Überrollteil, als wir den mit den schlaffen Federn geholt haben meine ich 1,69m gehabt zu haben.
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Re: Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon muzmuzadi » Mi, 26 Aug 2026, 21:09

Für 16 cm mehr Höhe bräuchte man z. B. ein 50 mm Fahrwerk + 50 mm Bodylift + 60 mm längere Schäkel + 60 mm größere Räder.

Aber 1,85 m ist schon ordentlich. 8)
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
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Re: Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon muzmuzadi » Mi, 26 Aug 2026, 21:22

Ich habe gerade mal in einem alten Brief nachgeschaut, da steht 1665 mm Höhe drin. :wink:
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
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Re: Samurai zurück auf die Strasse

Beitragvon UweF » Mi, 26 Aug 2026, 21:51

Danke, ich hab grad nochmal gemessen, die 1.85m in der Mitte stimmen, der TÜV hat allerdings 1,79m eingetragen, meine aber der hatte ganz vorne gemessen.
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