SJ410 mit Opel X20SE Herz

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... dann hier rein damit!

Re: SJ410 mit Opel X20SE Herz

Beitragvon Tmn » Mi, 06 Mai 2026, 15:56

Nachdem der Getriebehalter angeschweißt wurde kam die Karosserie wieder drauf. Auf dem Bild sieht man nochmal gut wie viel Kopffreiheit ich nach hinten gewonnen habe! Sieht auch gar nicht mal so hässlich aus :D

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Als nächstes ging es um das Schaltgestänge, das originale aus dem Omega war natürlich viel zu lang. Hab mich dann dazu entschieden es einfach zu kürzen und die beiden Enden wieder zu verschweißen. Ist in dem Fall nicht die schönste Variante aber die günstigste.

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Die Getriebetunnel und Teil der Karosserie zum Motor hin habe ich dann aus 1mm Stahlblech gebaut. Zum Motor hin wurde ein großzügiges Loch gebohrt um alles mögliche an Kabeln in halbwegs sauber in den Innenraum zu bekommen. Hauptsächlich den dicken Strang vom Motorsteuergerät was in Zukunft im Innenraum liegen wird.

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Re: SJ410 mit Opel X20SE Herz

Beitragvon Tmn » Di, 19 Mai 2026, 13:49

Weiter geht mit dem Kupplungspedal. Da die Opel Kupplung Hydraulisch und nicht wie beim SJ mit einem Bowdenzug agiert, habe ich das alte Pedal komplett entfernt.

Zum glück passt das Opel Pedal samt Geberzylinder gut in den Fußraum. Und kann ohne Probleme mit der Karosserie verschraubt werden. Auch die Hydraulikleitung zum Getriebe hat grade so die passende Länge, dafür musste nur ein kleines Loch gebohrt werden, die Leitung zum Ausgleichsbehälter geht auch mit durch. Diesen habe ich dann an den Bremszylinder mit Lochband fixiert.

Was nicht gepasst hat war der Winkel des Pedals, dieser war viel zu flach und hätte schon fast am Schienenbein gerieben. Also habe ich das Opel Pedal etwas weiter oben abgeschnitten und das alte SJ-Pedal im richtigen Winkel wieder angeschweißt.
Keine sorge die Schweißnaht und Schnittkante wurden natürlich noch ein bisschen beigeschliffen.
Der Vorteil dabei war das ich das ganze dann genau passend für meine langen beine möglichst angenehm gestalten konnte :)

Was mir nach der Montage aufgefallen ist, ist dass die komplette Stirnwand sich beim Treten der Kupplung verbiegt. Aus Angst vor Materialermüdung habe ich ein Stück Blech im Motorraum auf die Stelle geschweißt die am meisten Bewegung hatte.

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Re: SJ410 mit Opel X20SE Herz

Beitragvon Nordic Boost » So, 07 Jun 2026, 20:27

Deine Lösungsansätze gefallen mir, geiles Projekt. :lol:
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Re: SJ410 mit Opel X20SE Herz

Beitragvon Tmn » Mo, 08 Jun 2026, 11:41

Vielen Dank Nordic Boost, ich versuche das ganze so günstig wie möglich zu halten! Hat bis jetzt auch gut funktioniert. Mit einem Schweißgerät und genug Wahnsinn ist vieles möglich!

Weiter Geht’s mit dem Umbau, heute hauptsächlich Schläuche und Leitungen.

Um den Luftfilter nach innen zu verlegen brauchte ich keinen großen Silikonschlauchbogen, dahinter habe ich dann den Luftmassenmesser angeklemmt. In die Fahrerkabine rein geht dann ein Schlauch, den ich noch vom Pool-Bau übrig hatte, hat genau gepasst. In der Kabine sitzt dann der Luftfilter. Ein Umbau auf Schnorchel ist in der Zukunft auch noch möglich.
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Die Kühlerschläuche habe ich unter die Karosserie verlegt da der Kühler auf die Ladefläche kommen soll. Auch hier hab ich einen Schlauchbogen verbaut. Das Edelstahlrohr mit Rohrbogen hatte ich noch von einem Geländer übrig. Hat genau gepasst und sieht ganz cool aus
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Hinten habe ich dann den Original Omega Kühler verbaut, (was für ein riesiges Teil im Vergleich zum Suzuki Teil!) Zusätzlich habe ich mir eine günstige Fuel Cell von Ebay gekauft. 20 Liter und aus Alu, vollkommend ausreichend. Ein Elektrolüfter habe ich auch noch vor den Kühler platziert, den ich manuell zuschalten kann.
Über dem Kühler hängt eine Kiste, darin liegt der Ausgleichsbehälter.

Die Batterie kommt neben den Tank in einen Halter, wo sie mit 2 Bolzen festgeklemmt wird.
Die Spritpumpe hat neben den Tank auch ihren Platz gefunden.

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Re: SJ410 mit Opel X20SE Herz

Beitragvon Tmn » Di, 30 Jun 2026, 14:02

Nachdem noch ein paar Kleinigkeiten an der Elektronik und am Benzinkreislauf erledigt wurden ging es endlich nach über 2 Jahren zur ersten Testfahrt in den Mammutpark.

Es wurde reichlich an Ersatzteilen und Werkzeug mitgenommen, da ich doch schon sehr nervös war, dass ich irgendetwas vergessen haben könnte Und sei es nur eine Schelle am Kühlerschlauch.

Ich habe den Motor langsam auf Temperatur gebracht indem ich ein paar Runden um den Campingplatz gefahren bin. Danach erst einmal eine kleine Sichtprüfung –-> Alles dicht, alle wichtigen Schrauben noch da, wo sie sein sollten. Also los geht’s!!

Der Motor hat im vergleich zum Original Suzuki Triebwerk einfach unglaublich viel mehr Drehmoment und Dampf! Ich wurde sogar ein bisschen in den Sitz gedrückt beim sportlichen Anfahren.
Was aufgefallen ist, dass das Drehmoment sehr früh anliegt und die 4L Untersetzung schon fast zu extrem war. Man konnte locker dauerhaft nur im 2 Gang fahren. Oder halt in 4H.
Somit war auch die Motorbremse in 4L unglaublich stark, für meinen Geschmack schon zu Stark.
Bis hierhin ein absolut gelungener Umbau, der Motor ist Drehfreudig aber mag es Trotzdem in den unteren Drehzahlbereichen zu arbeiten und das Opel R25 Getriebe schaltet butterweich. Super!
Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat eben 2. Nach knapp 4 Stunden Fahrspaß wollte ich das Gerät ein wenig fordern und habe eine etwas anspruchsvollere Strecke gewählt. Bei der Ausfahrt welche auch leicht versetzt war, musste ich kräftig wühlen, vor, zurück, vor zurück.

Auf einmal gab es ein leichtes aber deutlich wahrnehmbares Knacken, ich habe zuerst auf eine Blattfeder getippt und hab weiter mein glück versucht. Danach gab es noch einmal einen Lauten Knall und ich habe sämtlichen Antrieb verloren.

Zum Glück konnten mich 2 Side by Sides bergen und bis zu meinem Anhänger ziehen. Der Antrieb hat sich dabei nicht glücklich angehört!

Als ich dann wieder zuhause war konnte ich auf Fehlersuche gehen und wurde relativ schnell fündig, Ich geh mal von vorne bis Hinten das Auto durch.

1.Vorne links ein Dämpfer verbogen und unten aus der Halterung gebrochen.
2. Blattfeder vorne links verbogen.
3.Steckachse vorne rechts Gleichlaufgelenk in Einzelteile zerlegt.
4.Antriebswelle zur Vorderachse, ein Kreuzgelenk komplett ausgeschlagen.
5. Hardyscheibe zwischen Getriebe und Welle zum VTG explodiert. Und nur noch Reste gefunden.
6. Differenzial hinten starker Zahnausfall am Zahnkranz.

Also absolute Zerstörung, wie von einem Forenmitglied bereits angedeutet ist der Antrieb nicht für diese Leistung ausgelegt.

Ich plane bereits einen weiteren Umbau, um dieses Problem auch abzustellen, bleibt gespannt

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