Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

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Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon davorngehtsweiter » Di, 03 Mai 2022, 13:05

Hi zusammen,

ich bin neu hier, 48, aus Köln. Zu Studienzeiten hatte ich ein 413er Cabrio für die Kiesgrube. Hat mich damals 1000 DM gekostet und hatte TÜV... tja...
Bin dann mal mit nem Jimny durch Island. Und jetzt hat mich jemand gefragt ob ich mit Ihm das hier:

https://www.backroadclub.com/europe-afr ... .1206.html

fahren will. Für mich kommt da absolut nur eine Susi in Frage! Ich will ja ankommen und nicht dauernd nur buddeln.
Am besten ein 413er mit der 60 PS Variante.(Regelwerk). Evtl. mit etwas größeren Reifen, eher für besseren Komfort bei wenig Luftdruck als wegen der Geländetauglichkeit. - aber moderat.
Da ich auch sonst gerne im Dachzelt übernachte, wäre das naheliegend. Bleiben 3 Fragen:

a) kurz, cabrio, weil cool? ohne Dachzelt.
b) geschlossen, kurz mit Dachzelt an der Dachfalz?
c) lang, wegen Krempel, Dachzelt auf einen Träger, der an der Karosserie befestigt ist?

was sagt ihr?
gibt es vielleicht sogar jemanden hier mit Rally/Reiserfahrung?

gruß an alle
ralph
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Schnurzl » Di, 03 Mai 2022, 13:57

Ich ;-)

Wenn dieses Jahr 413er nach Leistung "zugelassen" ist, nimm ihn. 410er reicht, hat viel Spaß gemacht, kommt aber bei Gegenwind (in der Wüste ist immer Wind, immer) und im Sand schnell an seine Leistungsgrenzen.

Kurz oder lang ist eigentlich egal, finde ich. Wir waren zu zweit im offenen 410er und hatten keine Platzprobleme. Offen macht mehr Freude als Blechdach glaube ich, man kommt leichter ans Gepäck, es kühlt besser, man ist viel näher an land, leuten, Geräuschen und Gerüchen (nach den ersten zwei Drei Oasenstadt-Durchfahrten nach 4 Stunden Wüstenpiste wirst Du wissen was ich meine). In JEDEM Fall Bikinitop, Du wirst sonst gegrillt.

Dachzelt finde ich auf dem Zwerg eher doof, würde ich persönlich nicht machen. Lieber Wurfzelt, ist schnall aufgebaut uns steht bei der Fahrt nicht im Wind.

Soooo viel "Krempel" brauchst Du objektiv nicht. Die meisten (ich auch) nehmen eher zu viel als zu wenig mit. Zelt, bissl (!) Werkzeug, Sprit, Wasser (!), Campingausrüstung, Krimskrams, paar Klamotten, das hat alles in den kurze gepasst. Ich hab dazu hier irgendwo ein paar Bilder drin.
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon ohu » Di, 03 Mai 2022, 13:57

Der SJ413 hat auch schon 64PS.

Damit das Spaß macht solltest du dich schon wenigstens für einen 410er mit der 40PS Maschine entscheiden. (Mehr Leistung = Langweilig!)
Lange Autos sind seltener und entsprechend teurer.

Cabrio kann man auch mit Dachträger und Dachzelt kombinieren, gemeinsam mit 40PS wird die Reise dann wirklich entspannt.

Relevant ist eigentlich nur eines: Das Auto sollte halbwegs gewartet und technisch in Ordnung sein. Die Strecke bietet einem SJ wahrscheinlich wenig Herausforderungen. Es ist nur ärgerlich, wegen eines morschen Keilriemens, Ölmangel oder durchgerosteten Achsen liegenzubleiben. Es könnte sich lohnen in neue Federn und Stoßdämpfer zu investieren. Anderenfalls bremst dich das Fahrwerk auf schlechten Pisten mehr als dein Motor.



Mit Rally (gezeitetes Fahren, der schnellste gewinnt) hat so eine Veranstaltung allerdings reichlich wenig zu tun, da helfen dir auch keine Rallyfahrererfahrungen. ;)
Zuletzt geändert von ohu am Di, 03 Mai 2022, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon davorngehtsweiter » Di, 03 Mai 2022, 16:33

Hi
Es gibt doch 413er mit 60 PS laut wiki und auch laut mobile!?

ganz klar habt ihr recht, wenn es um das Erleben von Land und Leuten geht, ist "Wind um die Nase" am besten. Aber dieser wind macht nur Spaß wenn man echt langsam fährt. (max 60?)
Ist das tatsächlich so eine Veranstaltung, wo man während der Fahrt Blumen pflücken kann und immer noch als erster am Ziel ist?

ich habe schon sehr viele Auto-Touren gemacht bei denen man täglich woanders ist. (1 Auto - 2 Leute - also nicht wie diese Afrika Tour). Und da haben wir immer (zu) wenig Zeit. Wir wollen lieber unterwegs sein und was sehen, als abends stundenlang Zelt bauen und kochen. Morgens aufwachen, kaffee, los. max. 30 Minuten.
Deswegen Dachzelt (Hartschale). Weniger fummeln = mehr Zeit zum planen, erholen, genießen und Strecke machen.

Aber natürlich hat der Trümmer auf dem kleinen Auto auch Nachteile.
WENN die Tour natürlich so ausgelegt ist, das man an die Gruppe gebunden ist und somit eh Zeit zum totschlagen hat bis der Arzt kommt, dann kann man natürlich auch n Zelt auf und abbauen.
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon muzmuzadi » Di, 03 Mai 2022, 17:40

davorngehtsweiter hat geschrieben:Es gibt doch 413er mit 60 PS laut wiki und auch laut mobile!?

Das sollten die Vergaser-Samurai aus Bj. 89/Anfang 90 sein.

Das die Autos mittlerweile allgemein abartig viel Geld kosten oder komplett fertig sind hast Du hoffentlich schon gesehen. :wink:
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Jack » Di, 03 Mai 2022, 17:43

Laut Reglement darf das Auto maximal 50 PS haben, wenn es älter als 20 Jahre ist, darf es 10PS mehr haben. Ich hatte mir die Teilnahme an diesem Event auch schon überlegt, aber leider habe ich in meinen 413er einen Samurai Motor eingebaut, jetzt stehen da 51kW im Schein. Daher habe ich diesen Gedanken verworfen.

In meinem alten 413er Schein stehen tatsächlich noch 44kW.

Bild

Der 413er wurde 1987 zum ersten mal zugelassen, ist aber noch gut in Schuss. Wenn ich den verkaufen wollen würde, wär er wirklich richtig teuer.

Blöderweise habe ich das ganze Vergaserzeug verkauft, sonst könnte ich mir überlegen, das ganze für die Wüstentour zurück zu bauen. Bis zum Start ist das leider nicht zu schaffen, aber vielleicht in 2023?
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Schnurzl » Do, 05 Mai 2022, 21:17

davorngehtsweiter hat geschrieben:Hi

ganz klar habt ihr recht, wenn es um das Erleben von Land und Leuten geht, ist "Wind um die Nase" am besten. Aber dieser wind macht nur Spaß wenn man echt langsam fährt. (max 60?)
Ist das tatsächlich so eine Veranstaltung, wo man während der Fahrt Blumen pflücken kann und immer noch als erster am Ziel ist?

.


Man fährt pro Tagesetappe im Schnitt ca. 400-500 km ... und fährt mit max. 50 PS nicht soo schnell. Wenn an noch ein paar Offroadabschnitte einlegt oder kleine Abstecher, dann hat man schon zu tun und ist unterwegs. Aber es ist anders als die Balkan-Rodeos desselben Veranstalters, da sind die Tagesetappen nochmal deutlich länger und Du bist NUR am fahren. Das Africa Rodeo ist eine gute Mischung, aber keine Blümchenveranstaltung. Einfach eine geile Tour mit unglaublich vielen Erlebnissen.

Und, am Ende gibt es keine feste Route, sondern nur Checkpoints. Es ist jedem überlassen, wo er langfährt (man ist nicht an die Gruppe gebunden, aber es wäre schön wenn man sich alle 1-2 Tage an den Checkpoints trifft). Wie weit oder kurz die Strecke dazwischen ist, kann jeder selbst entscheiden.
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Jack » Mo, 16 Mai 2022, 8:48

Man fährt pro Tagesetappe im Schnitt ca. 400-500 km ... und fährt mit max. 50 PS nicht soo schnell

?? Wirklich

Das ganze geht ja 18 Tage. 18x400=7200 Ist die Strecke echt so lang???
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Jack » Mo, 16 Mai 2022, 8:48

Man fährt pro Tagesetappe im Schnitt ca. 400-500 km ... und fährt mit max. 50 PS nicht soo schnell

?? Wirklich

Das ganze geht ja 18 Tage. 18x400=7200 Ist die Strecke echt so lang???
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Re: Welches Model für 3 Wochen Spaß-Rally in Afrika?

Beitragvon Schnurzl » Di, 17 Mai 2022, 7:59

Jack hat geschrieben:Man fährt pro Tagesetappe im Schnitt ca. 400-500 km ... und fährt mit max. 50 PS nicht soo schnell

?? Wirklich

Das ganze geht ja 18 Tage. 18x400=7200 Ist die Strecke echt so lang???


Ich habe bei den 400-500 ein wenig übertrieben, sorry. Das war eine "hat sich so angefühlt"-Aussage, ohne die echten Werte betrachtet zu haben ;-)

Konkret war es im letzten Jahr so:
- In Marokko selbst waren wir 18 Tage unterwegs, ich habe dabei ca. 4.100 km zurückgelegt. Macht tatsächlich nur 230 km am Tag. Hat sich aber wirklich weiter angefühlt ;-)
- Dazu kommt, nicht in km aber in Zeit, jeweils mehr als zwei Tage An- und Abreise mit der Fähre
- Dazu kommt, je nachdem woher man kommt, die Anreise nach Genua (wenn man die auf eigener Achse macht; ich selbst hatte den SJ mit dem Trailer nach Genua gefahren)
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