G13 Motorüberholung

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G13 Motorüberholung

Beitragvon Jensj413 » So, 10 Jan 2021, 12:20

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hoffe auf eure Unterstützung und Erfahrung ;-)
Die Suchfunktion habe ich jetzt von A-Z durch und bin noch nicht wirklich weiter.

Ich repariere aktuell einen SJ mit einem Motorschaden. Der Motorschaden ist ein G13A Vergasermotor und kann nicht mehr überholt werden. Kopf ist mehrmals geplant...

Jetzt habe ich einen Motor über Kleinanzeigen bekommen den ich nicht richtig zuordnen kann. Auf dem Block steht G13BA 1298cm3.
Wodurch entsteht bei den Motoren der unterschiedliche Hubraum?
Über die Suchfunktion habe ich rausgefunden, dass der Nockenwelle vom G13BA der Nocke und der Stößel für die Pumpe fehlt. Korrekt?
Lager, Kolbenringe und Dichtungen würde ich gerne alles am G13BA erneuern und dann mit Krümmer, Ansaugrohr, Vergaser, Ölwanne, Zylinderkopfhaube (Nockenwelle wenn nötig vom G13A) vom G13A komplettieren. Geht der Plan auf?
Am Block kann ich augenscheinlich ein paar unterschiedliche Gewindeaufnahmen/Formen erkennen die aber eher zusätzlich als störend wirken.

Ich habe mal ein paar Bilder beigefügt. Links G13BA Rechts G13A

Wie ist die Qualität von den Japanparts-Ersatzteilen?

Besten Dank Vorab und allen einen schönen Sonntag.

Gruß Jens

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Zuletzt geändert von Jensj413 am So, 10 Jan 2021, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
Jensj413
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Re: G13 Motorüberholung

Beitragvon Stender » So, 10 Jan 2021, 13:01

Hallo Jens

Also bei mir war das so das Mein Sj 413 also ich in erworben habe auch ein G13BA Motor drin war.
in den Papieren jedoch ein anderer Motor stand bei Wikipedia war damals zu lesen Stichwort „Suzuki Samurai“ das der G13BA eine Weiterendwicklung des G13A ist .

Ich zitiere mal den Link und die Text :

https://de.wikipedia.org/wiki/Suzuki_SJ

Bis zum Sommer 1990 gab es den Vergaser-Motor (G13A) des SJ 413 mit 1315 cm³ und 44 kW (60 PS); in der Version mit langem Radstand ohne ungeregelten Katalysator. Im September 1990 stellte Suzuki den sehr ähnlichen G13B-Motor mit elektronisch gesteuerter Zentraleinspritzung, leicht auf 1.298 cm³ reduziertem Hubraum und 51 kW (69 PS) sowie 103 Nm bei 3.500/min vor. Dieser später auch im Suzuki Swift eingebaute Motor war mit einem geregelten Katalysator ausgerüstet.



Bei mir hatte der Vorbesitzer den Motor aus einem Anderem Fahrzeug rein, glücklicher weise hatte ich den Brief vom Schlachtfahrzeug , so war die Eintragung nicht so schwierig.

Ich bin der Meinung mal gehört zu haben das der G13BA eine etwas erhöhte Verdichtung hat als der G13A.

Ob aber der G13BA mit Vergase läuft weis ich nicht bin aber der Meinung hier mal gelesen zu haben ,das Jemand mit der Zentraleinspritzung so den Kanal voll hatte ,das er sie gegen den Vergaser getauscht hat . Ich kann mir denken das man das mit etwas Einstellung hin bekommt .

Ich hoffe das hilft dir etwas weiter Ich selbst hatte bisher das Glück an denn Motoren selbst nie was war .
Stender
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Re: G13 Motorüberholung

Beitragvon ThorstenW » Mo, 11 Jan 2021, 8:34

Moin.

Also das dein Zylinderkopf nicht mehr brauchbar ist, halte ich für ein Gerücht.
Baue aktuell einen G16A auf, der 1,5mm geplant wurde. (Habe ich so beauftragt)
So viel kann das bei dir nicht sein.
Du verlierst halt durch die frühere Steuerzeit Leistung in der oberen Drehzahlregion.
Dafür gewinnst du Drehmoment.
Auch kann es sein, das er kein Freiläufer mehr ist.

Die Unterschiede zwischen den beiden Blöcken sind wohl nicht der Rede Wert.
Bei den Köpfen hast du einen gravierenderen Unterschied.
Die Kanäle und die Düsen für die Beschleunigerpumpe fehlt.
Somit dürfte die Gasannahme schlechter ausfallen.

Falls du aber noch einen Kopf möchtest, so kannst du von mir einen haben.
Vergaser-Köpfe benötige ich in diesem Leben nicht mehr.
ThorstenW
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Re: G13 Motorüberholung

Beitragvon kurt (eljot ) » Mo, 11 Jan 2021, 18:07

mal ne andere frage warum hast den neuen Motor gleich zerlegt , hättest ihn mal erst eingebaut dann könntest du jetzt evtl schon sagen ob er ölbraucht bzw. ob er überhaupt läuft
mfg kurt
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Re: G13 Motorüberholung

Beitragvon ThorstenW » Fr, 15 Jan 2021, 21:34

Kann die Vorgehensweise gut nachvollziehen.

Den Ersatzmotor den ich letzt gekauft hatte, wollte ich nur frisch abdichten und vermessen.
Zum Schluss ist alles in den Schrottkontainer gewandert außer dem Block, der gebohrt werden musste.
Danke einer extrem schlechten Plege und seltenem Ölwechsel war fast alles unbrauchbar.

Deshalb zerlege ich gebrauchte Motoren immer und dichte sie mindestens neu ab und verbaue neue Lagerschalen.
Dann weis man wenigstens, woran man ist.

Die Zylinderköpfe verschleißen übrigens auch stärker als sich die Meisten vorstellen.
Habe bisher jeden Kopf mit über 150tkm instand setzen müssen.
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Re: G13 Motorüberholung

Beitragvon Auktoritas » Sa, 16 Jan 2021, 2:05

Abend

1. Frage
Wie kommst du zu der Annahme das der Kopf geplant werden müsste ?
wurde der vermessen oder nur wegen einer Undichten Kopfdichtung ?

2. Frage
Wurde die Dichtfläche am Block auch geprüft ?
bei diesen Blöcken mit den "freistehenden" Laufbuchsen ist das Problem zu 80% der Block, da diese Blöcke dazu neigen in der Mitte einfach "durchzuhängen" (nicht sichtbar aber im 10tel Bereich) und das frisst die Kopfdichtung

Wenn du dir die Kopfdichtung nicht "klassisch" verblasen hast und sich der Kopf dadurch nicht Thermisch verzogen hat würde ich den Block prüfen (lassen)
meist findet sich da das Problem


3.Frage
sind die Lagerstellen der abgebildeten Kurbelwelle(n) eingelaufen oder sieht das nur so aus ?


4. Frage
wie ist der sonstige Zustand des Kopfes ?
-Ventile und sitze
-Lager-Gasse der Nockenwelle
-Zustand Nockenwelle


5.Frage
Wie Leichtgängig sitzen die Kolben auf den Pleuel ? wenn die Motoren mit dem Öl geschlampt werden dann kommt es häufig vor das die Pleuel-Lagerung so schwer gängig ist das die Kolben zum Kippen neigen und die Laufbuchsen dadurch oval auslaufen bzw. die Kolben am Kolbenhemd einlaufen
---->Laufbuchsen sollten innen und die Kolben außen vermessen werden


Wichtig: bei einer Motorinstandsetzung sollten alle Ölkanäle geöffnet und !mechanisch! gereinigt bzw von Öl-Kohle befreit werden
das geht bei der susi sehr schön da alle Bohrungen mit Stopfen verschlossen wurden und schön erreichbar sind
https://www.korrosionsschutz-depot.de/w ... ber=G77086
desweiteren muss die Kohle unter dem Spritzblech im Ventildeckel entfernt werden



Ventildeckel und Ölwanne sind gleich
Abgas Krümmer sind bis auf die Bohrung für die Lambda Sonde gleich (das lässt sich aber mit einem Stopfen abdichten)
Ansaug Krümmer muss der passende für die gewünschte Gemischaufbereitung gewählt werden (vergaser oder Einspritzung
ob die Nockenwelle von den Steuerzeiten gleich ist kann ich nicht sagen, ein Unterschied ist auf jeden Fall der fehlende Nocken für die Pumpe


G13A ist ein Vergaser-Motor mit einer mechanischen (Membran) Pumpe am Kopf
die BA Motoren sind Einspritzer d.h. Pumpe liegt im Tank

Der fehlende Nocken für die Pumpe:
Je nach dem was du vorhast -------> Vergaser oder Einspritzung
brauchst du eine entsprechende elektrische Kraftstoff Pumpe
Vergaser eine niederdruck Pumpe z.b. von Hardi
Einspritzung : entweder neuer tank mit originaler Pumpe oder alten Tank und auch eine externe elektrische mit höherem Druck und evtl einen Kraftstoff-Druckregler (Druckeinstellung nach Spezifikation Suzuki )
Damit ließe sich das fehlen der Pumpennocke kompensieren
-----> meine Meinung auch für einen Vergaser ist die elektrische Pumpe die bessere Wahl (gleichmäßiger Kraftstoff Druck ohne das Pulsieren der Membrane-Pumpe)


Japanparts sind meiner Meinung ein guter Mittelklasse Anbieter

Hätte zur Not auch noch einen Kopf von nem G13a den ich abgeben könnte incl. der Ventile und Nockenwelle (aussehen tut der gut, wurde aber noch nicht zerlegt und diagnostiziert)
Auktoritas
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