Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

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Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Marieklaudioskarre » So, 24 Feb 2019, 21:32

Fahrzeug ist nach Reifenwechsel nicht mehr fahrbar!

Ich habe ein Suzuki SJ Samurai, Erstzulassung 04/1992
Das Fahrzeug wurde für den Einsatz im Gelände wie folgt umgebaut:
1.
Body lift kit + 50mm von trailmaster
2.
ASP Federgehänge, Kennz. V./h. ASP Suspension LJ/45
3.
Spurverbreiterung Distanzscheiben 5-Loch, LK 139,7 mm, ML 110 mm / 30 mm dick
4.
Felgen 8 1/2 J x 15 ET-23
5.
Reifen 31 x 10,5 R15

Der TÜV hat den Umbau der ASP Federn eingetragen.
Für 3., 4. und 5. habe ich leider kein Gutachten für Suzuki Samurai.

In Absprache mit dem TÜV habe ich daher folgende Anpassung vorgenommen.
Zu 3.
Spurverbreiterung entfernt
Zu 4.
Felgen mit 7 JJ x 15 ET-12 getauscht
Zu 5.
Reifen mit 235/75 R15 getauscht
Für diese Felgen/Reifen-Kombination liegt mir ein Gutachten für Suzuki Samurai vor, so dass eine TÜV abnahme möglich ist.

Kurz nachdem ich mit den neuen Rädern vom Hof des Reifenhändlers gefahren bin, merke ich, dass bei ca. 30km/Std das Fahrzeug vorn beginnt zu rütteln. Die Spur bleibt gerade, aber das Lenkrad wackelt derart, dass man das Fahrzeug instinktiv abbremst... es fährt dann wieder ruhiger, um bei erneut ansteigender Geschwindigkeit oder bei der nächsten Unebenheit wieder in ein Rütteln zu verfallen.
Von außen betrachtet, sieht man, dass die Reifen vorne eiern.

Die Begründung des Reifenhändlers lautete, eine der Felgen hat eine Macke.
--> wäre das nicht bereits beim Auswuchten der Räder aufgefallen?

Ich habe das Rad mit der angeblich defekten Felge von hinten nach vorne getauscht...
--> der Effekt bleibt gleich, das Fahrzeug schüttelt sich

Ich habe vier komplett andere Räder (gleiche Größe) montiert
--> der Effekt bleibt gleich, das Fahrzeug schüttelt sich

Ich habe die alten Räder samt Spurverbreiterung wieder aufmontiert
--> das Fahrzeug fährt wie gewohnt komplett ruhig

WAS IST DER GRUND, DASS DAS FAHRZEUG MIT ZUGELASSENEN neuen RÄDERN ABSOLUT NICHT MEHR FAHRBAR IST?

Natürlich sind alle Räder mit dem richtigen Drehmoment korrekt befestigt worden. Trotzdem eiern die neuen Räder. Die alten funktionieren.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen zwischen den Umbauten 1. und 2. und der Spurverbreiterung, sowie der Räder?

Muss noch etwas eingestellt werden, z.B. die Spur?

Bevor ich die neuen Reifen gekauft habe, habe ich sowohl den Reifenhändler als auch Suzuki-Spezialisten gefragt. BEIDE hatten keine Bedenken, die neuen Räder ohne Spurverbreiterung zu montieren. Alte durch neue Räder ersetzen... mehr sei nicht erforderlich.

Aber warum ist das Fahrzeug in dieser Konstellation nicht mehr fahrbar?

Hat jemand eine Idee?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hat jemand eine Lösung?
Marieklaudioskarre
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Samu-Rosi » So, 24 Feb 2019, 22:27

Suzuki Felgen sind an der Aufnahme Konisch und die Muttern entsprechend auch. Über diesen Konus werden auch die Feögen zentriert. Es gibt also keine Zentrierung wie bei einer "normalen" Stahlfelge an einem "normalen" Auto. Dort wird die Felge z.B. über die Radnabe zentriert.

Ich fahre die gleiche Felgen Größe 7x15 ET -12 Mit ähnlicher Bereifung. Daran sollte es nicht liegen.

Jetzt meine Vermutung Nr 1

Der Reifenhändler steckt die Räder auf den Samurai und knallt direkt die erste Mutter mit dem Schlagschrauber an. (Übliche Vorgehensweise ahnungsloser nicht Suzuki Schrauber) Besser wäre gewesen: alle Muttern ansetzen mit einer passenden Nuss und Verlängerung per Hand so lange anziehen, bis sie fest sind. Dann über Kreuz mit dem Schlagschrauber und dann mit dem Drehmoment Schlüssel.

Vermutung Nr. 2

Die Reifen sind falsch montiert. Schau ob du auf den (neuen) Reifen einen farbigen Punkt, eine Art Markierung findest. Dieser müssen am Ventil sein, aus Gründen der Gewichtsverteilung....

Je nach Reifenhersteller und Reifenart (z.B. runderneuert) kann es auch tatsächlich an den Reifen oder den Felgen liegen...!
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon 4x4orca » So, 24 Feb 2019, 22:39

Ich kenne das Problem aus der Vergangenheit

viewtopic.php?f=9&t=17496&hilit=kombination&start=14

Es gibt Blattfeder/SToßdämpfer/Rad/Reifen-Kombinationen, die einfach nicht miteinander funktionieren.

Du könntest es mal probieren, die Räder bolzenzentriert wuchten zu lassen. Evtl. bekommst du es dann in den Griff
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Der Jones » Mo, 25 Feb 2019, 7:36

Es gibt zwar schon Phänomene aber ich kann mir einfach nicht herleiten warum es so ist dass manche Kombinationen nicht fahrbar sind.

Ich glaube die großen schweren Reifen funktionieren nur wegen der höheren Zentrifugalkraft noch einigermaßen, die Ursache ist bei dir aber ein defekt. Ich würde eingrenzen auf Radlager, lenksstange, schubstange, spurstange (Köpfe) oder Vor/Nachlauf.
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon muzmuzadi » Mo, 25 Feb 2019, 7:42

Achsschenkellager nicht vergessen.
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Der Jones » Mo, 25 Feb 2019, 7:44

muzmuzadi hat geschrieben:Achsschenkellager nicht vergessen.

Richtig :-D
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon heinz » Mo, 25 Feb 2019, 7:47

Servus,
die entlasteten Räder mit dem Schlagschrauber lösen, kein Problem, Aber welchen Sinn macht es, die Radmuttern erst festziehen, dann mit dem Schlagschrauber nochmals festziehen und zum Schluß mit dem Drehmoment nachziehen das macht keinen Sinn.
Seit Jahren gehe ich folgender maßen vor, Radmuttern handfest dann mit 60 NM anziehen und nochmals mit 120 NM den Endanzug machen fertig, bis heute keine Probleme.
Nun zu deinem Problem, hast Du die richtigen Radmuttern bzw. den richtigen Konus zu deinen Felgen, normal sind 60 grad Konues verbaut.?
Sind die Reifen Laufrichtungs-gebunden d.h. auf der Reifenflanke ist eine Art Pfeil erkennbar, das ist die Laufrichtung bzw. die Abrollrichtung des Reifens.
gruß heinz
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon kolben » Mo, 25 Feb 2019, 8:44

Ich hab das auch schon gehabt, nie rausbekommen was es ist. Das ganze mit neu gelagerter Achse, 31er Reifen und 80mm TM Fahrwerk
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Samu-Rosi » Mo, 25 Feb 2019, 9:40

heinz hat geschrieben:Aber welchen Sinn macht es, die Radmuttern erst festziehen, dann mit dem Schlagschrauber nochmals festziehen und zum Schluß mit dem Drehmoment nachziehen das macht keinen Sinn.


:?: wo steht das :?:

Per Hand anziehen, bedeutet Handwarm.... :-k
Egal.

Kenne das Problem noch aus meinen Suzuki Zeiten, als die Leute Reihenweise gerannt kamen mit ihren Jimnys und Vitaras. Felge nicht richtig auf der Radnabe zentriert festgezogen macht eben unwucht. Wenn die erste Mutter fest geknallt wird und dann die restlichen. Sitzt die Felge "schief". Dazu evtl. noch gerostete Muttern und/oder Felgen, was natürlich nicht besser zentriert. Aber wie schon geschrieben: nur eine von vielen Möglichkeiten....
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Re: Frage an Offroad-Fachleute (Umbau/Räder)

Beitragvon Jack » Mo, 25 Feb 2019, 14:46

Servus Maria,

ich hatte dasselbe Problem auch schon. Die Vorderräder haben ab einer gewissen Geschwindigkeit angefangen dermaßen zu eiern, daß mir Angst und Bange wurde. So ein Verhalten kann meiner Meinung nach nicht durch eine Unwucht bei 30 km/h verursacht werden, es hat mich fast aus dem Auto gehebelt.

Lies dir mal das

viewtopic.php?f=9&t=36110&hilit=unruhig

durch

Inzwischen habe damals die komplette Vorderachse getauscht, und einen Trailmaster heavy duty Lenkungsdämpfer eingebaut, seither ist Ruhe.

Naürlich solltest du die Hinweise zum montieren der Räder auf jeden Fall beachten.
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