Winde eingebaut.

Ihr wollt uns an euren Umbauten o.ä. teilhaben lassen??
... dann hier rein damit!

Re: Winde eingebaut.

Beitragvon muzmuzadi » Fr, 06 Apr 2018, 20:03

Las mich raten: Der Termin kam wie aus heiterm Himmel? Keiner konnte das vorraus sehen. :wink:
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon ohu » Mo, 09 Apr 2018, 10:15

Garnicht wahr! :P
Wir haben ja rechtzeitig die Handbremse gezogen, bevor wir alles komplett und unumkehrbar umreissen und dann erst drei Wochen vor der Rallye mit dem Zusammenbau anfangen können.
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon ohu » Mo, 21 Mai 2018, 17:37

Hatten alles zerlegt, durchgeschaut, Schäden behoben und Verschleißteile erneuert. Nicht sehr spannend, aber notwendig.

Bis aufs VTG ( kommt nochmal ein neues 4:1 rein) und den Tank (kommt neu und angepasst) ist auch der Rahmen größtenteils fertig.

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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon ohu » Mo, 28 Mai 2018, 8:40

Der neue Tank nimmt Form an:

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Dank Verfeinerung unserer Schweißtechnik deutlich schicker und zunderfreier als der alte. 8)

7kg leichter, wartungsfreundlicher und 1-2l mehr Nettovolumen sind auch noch drin.
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon berndhac » Mo, 28 Mai 2018, 11:55

Hübsch und die Zahlen sprechen für sich =D>
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon ohu » Mi, 06 Jun 2018, 21:50

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Tank ist drin, Hütte drauf, wir bauen wieder ein Auto draus.
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon sevensense » Mi, 06 Jun 2018, 22:05

Es geht weiter. Sehr schön.
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Re: Winde eingebaut.

Beitragvon ohu » Di, 18 Sep 2018, 23:27

Rallyebericht Teilnahme 2018:

Mittwoch, 27.06.2018. 3:30, Lenggries

Das vertraute Klackern der Ratschengurte kündet von einem neuen Abenteuer des Suzuki und seiner Freunde.
Die letzte Nacht vor der Abfahrt haben Martin und ich schon fast traditionell durchgeschraubt und gepackt. Zum Schluss fallen einem dann ja doch noch tausende Kleinigkeiten auf die Füße oder einfach noch ein. Neuer Wagenheberhalter, Bordwerkzeug packen, zwecks einer neuen Heizung (die alte war nicht mehr dicht) den Instrumentenhalter noch modifizieren usw. usf....

Aber nun geht es los. 4:30. Patrol zieht Hänger mit Suzuki drauf, Max begleitet uns mit seinem dreizylindrigen Renault Master und so fahren wir gen Norden. Über 1000km Anreise sind es von uns aus, der ganze Tag ist dafür eingeplant.
Auf dieser Reise geschieht wenig spektakuläres. Um Berlin staut es sich enorm trotz Fußball, die Fahrt durch Polen wird von Baustellen dominiert.

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Ein obligatorischer Biedronkabesuch gehört auch dazu, im Dunkeln kommen wir schließlich an. Zelte aufbauen und ab in die Koje.

Donnerstag, 28.06.18. Dretyn.

Aufstehen, Pavillion aufbauen, Frühstücken, Suzuki abladen, Camp einrichten, Anmeldung, Erste Hilfe, technische Abnahme. Und in der übrigen Zeit noch eine Menge Basteleien am Suzuki.

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Windenseil, Scheibe polieren, Druckschalter tauschen. Bei der Fahrt zur Tankstelle fällt auf, dass der Heizungswärmetauscher undicht ist. Mist. Den hatte ich doch eben erst neu eingebaut, und auch mit über einem Bar abgedrück. Und da war der doch dicht?
Ok. Hilft ja nix. Raus damit.

Die Leckage ist schnell ausgemacht. Es drückt zwischen auf der Oberseite einer Kühlrippe, mitten im Netz Wasser heraus. Kaltmetall könnte helfen.
Der erste Versuch mit zehn Jahre im Suzukibordwerkzeug gereiften Knetmetall misslingt. Das Zeug wird nicht mehr richtig hart.
Raus damit, frisches organisiert. Macht aber leider auch nicht mehr richtig dicht. Vielleicht ist der Kühler selbst schon zu oxidiert.

Mist. Na dann fahren wir halt erst mal ohne Wärmetauscher. Ich stecke mir einen Abzieher ins Türfach, wird schon klappen. Vielleicht basteln wir uns was aus Kupferfittingen selbst. Muss ja keine gigantische Wärmeleistung haben, nur das Beschlagen der Scheibe verhindern.

Für heute Feierabend. Morgen gehts los, die erste Etappe der Breslau 500 steht an.

Freitag, 29.06.18. Camp Dretyn.

Fahrerbesprechung. Die Etappe wurde leider ordentlich gekürzt. Von 100 auf 60 km reduziert.
Egal, zum warmwerden ist das vielleicht ganz richtig so.

Vorstart aus dem Camp heraus, Start 500m neben dem Camp. Der Startabstand wurde auf 3 Minuten erhöht, da die Strecken wohl recht eng seien, mit nicht so guten Überholmöglichkeiten..
Also ab in die Wälder.
Nach wenigen Kilometern ist schon ein Sumpf angekündigt. Den vor uns Gestarteten Grat vom Kowalskiteam haben wir bis dahin auch einholen können, er übersieht auch noch den Abzweig zum Sumpf, brettert dran vorbei. Martin verweist mich auf einen Rückeweg. Den rein, paar hundert Meter am sumpfigen Bach entlang und dann zeigen uns schon Trassierbamd und einige bunte Warnwesten an, dass wir hier passieren müssen. Viele snd hier noch nicht durch. Martin springt raus und erkundet die Durchfahrt ganz links. Sieht gut aus. Finden die vom Kowalskiteam hinter uns auch und drängeln sich vorbei, bevor ich ans Loch rangiert bin. Fahren rein und bleiben auf halbem Wege stecken, machen mit der Winde weiter.

Hias: "So wia des bei dene ausschaugt, kemma mir aa ned ohne winch durch. kanntma as seil aa glei durchziagn."

Martin: "Einverstanden,. Ich kann links an denen vorbeilaufen und das Seil schonmal ans andere Ufer bringen, wenn die raus sind, gleich hinterher.!"

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Seil raus, Martin watet durch den sumpfigen Bach, wartet etwas abseits, und sobald der Grat aus der Bahn ist, Seil ran an den Baum und los gehts. Der GRat hat gerade mal seinen CP<Stempel bekommen, da sind wir schon drüben. Baumgurt und Seil wieder verstaut, Beifahrer eingeladen, Stempel geholt, weiter gehts.
Schnell und eng durch die Wälder, keine breiten Pisten, nur eine Spur, teilweise mit fiesen Wellen und hartem Boden, Wurzeln, kanckig, navigatorisch fordernd vor allem durch die enge Abfolge von Kreuzungen, die Geraden aber sehr schnell fahrbar. Zudem ist es ziemlich trocken. Das bedeutet harten Boden, aber auch guten Grip und wenig Rutschen, das Auto lässt sich deutlich schneller und sicherer bewegen ohne unkontrolliert zu wirken.

Einzig der Staub von anderen Teilnehmern nimmt arg die Sicht und lässt Überholmanöver noch schwieriger werden - in den Staubwolken blind volles Tempo fahren ist bezüglich übersehender Hindernisse einfach zu gefährlich und man kommt eigentlich auch garnicht dicht genug ran, um sich per Hupe bemerkbar zu machen.

Etwa 30 rasante CC-Kilometer später erneut ein Hindernis für die Extremklasse - die Strecke führt an einer Stromleitungstrasse entlang, ein Steilhang ist zu überwinden. Etwa 5-6m Höhenunterschied, aber äußerst lockerer Sand. Zwei Fahrversuche enden jeweils auf zwei Drittel der Höhe, der weitere Vortrieb verpufft im losen Sand. Die Winde richtets.

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Rauf, Stempel geholt, an der Stromtrasse weiter, nicht zu schnell, tiefe Löcher im Boden lauern. Nach wenigen hundert Metern biegen wir wieder auf die CC-Strecke ein, Vollgas weiter.

Teerstraße. Geschwindigkeitsbeschränkt, da öffentliche Straße. Strecke geht wieder nach links weg, auf einen Waldweg. Nicht weit und wir laufen auf einen Unimog auf. Der Weg ist schmal, der Unimog deutlich langsamer als wir. Vorbei kommen wir leider nicht. Nicht lange und hinter uns läuft ein weiteres Auto auf. Fetter LED-Balken. Tagsüber. Vermutlich möchte man drängeln. Hilft aber nix. Wir kommen auch nicht vorbei. Einen oder zwei Kilometer später. Der Weg öffnet sich, der Unimog fährt an die Seite, wir ziehen vorbei. Der hinter uns auch. So leicht möchte ich mich aber nicht überholen lassen. Erst mal sehen, ob der hinter uns überhaupt unser Tempo fährt - sonst hängen wir nämlich hinter dessen Staubwolke.
Also Gas. Na, geht doch. Der hinter uns wird kleiner.
Der Weg taucht wieder in den Wald hinein. Schattig ists. Und da lauert auch schon eine BODENWELLE.
Zu spät gesehen, zu krass der Hell-Dunkel-Wechsel. Das Auto macht einen heftigen Satz, bei der Landung schließt sich die staubbedeckte Sonnenblende meines Helms, die Orientierung fällt schwer und ziemlich ziellos versuche ich das Auto wieder unter Kontrolle zu bekommen. Dagegen sprechen noch weitere Folge-Bodenwellen, die Karre bockt, ich seh nix, irgendwie ist es ein Ritt auf dem Rodeopferd.

Martin: "Halt halt mal an."

Hias: "ja, wiaso ned, eigentlich. hast recht."

Rechts ran, Stop. Sicht wiederhergestellt. Kurz orientiert. Haha. Unser Verfolger ist weit abgeschlagen. Na denn. Sind wir wohl doch schneller. Also weiter.

Ein letztes Sumpfloch kommt kurz vor Schluss. Feldweg, links weg, eine sumpfige Wiese hinab zu einem Bach, direkt danach einen etwas steileren Hang rauf.
Martin hüpft raus und erkundet die Spuren, winkt mich schnell ran.

Martin: "Das ist schon einigermaßen aufgewühlt und der Bach sieht auch aos aus als hätte er eine Stufe. Wir hängen gleich die Winde an."

Hias: "Jo eh. Schaungmamoi ob mir den Hang drüm nach auffekemma oder ob mir glei umhängan"

Seil und Beifahrer durchs den Bach, an den Baum und ab durchs Loch gezogen. Drüben abgehängt, mit zwei Sperren gehts den Hang aber ganz leicht hoch. Stempel geholt, weiter durch Wald und Flur.

Noch einige Kilometer, dann ist die Etappe auch zu Ende. Es waren gesamt auch nur gut 60 heute. Lief sauber und ohne Probleme, Fahren, Navigieren alles noch im Warmlaufmodus, aber ohne Mucken. So kann es den Rest der Woche weiterlaufen.

Zurück ins Camp, Tanken, Durchsicht, keine nennenswerten Schäden. Schön. Auch im Service ist das ganze noch entspannt. Zeit genug, aus zwischenzeitlich organisiertem Material noch einen neuen Heizungswärmetauscher zu bauen. Nur den Einbau haben wir dann auf einen Folgetag verschoben.


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