Suzi goes Elektro

Ihr wollt uns an euren Umbauten o.ä. teilhaben lassen??
... dann hier rein damit!

Suzi goes Elektro

Beitragvon elektro-suzi » Sa, 29 Apr 2017, 21:23

Nabend zusammen,

ich hatte meine Idee der Elektrifizierung ja bereits in einem anderen Thread vorgestellt. Nun hat der Wahnsinn begonnen :-D ...

Vor knapp einer Woche aus dem 16 jährigen Dornröschenschlaf geholt:
Bild

Und heute schon um einiges erleichtert:
Bild

Werd morgen noch die Achsen abnehmen und den Rahmen grob vom UBS befreien damit alles vorbereitet ist zum strahlen und verzinken.
Da ich an die Stelle des alten Tanks allerdings ein Batteriekasten kommt, muss ich hier noch Halter anschweißen bevor's zum verzinken geht.

Hier muss ich nun also schon entscheiden welche Batterietypen ich einsetzten will und wie viele davon in die Kiste passen. Mein Ziel ist es
im Endausbau etwa 3 x 8Kwh Akkuspacks zu verbauen und diese so zu verteilen, dass im Optimalfall noch die Sitzbank hinten reingeht. Das
wäre dann einmal an der Stelle des alten Tanks, dann im Motorraum und zuletzt hinter der Sitzbank. Die Reichweite sollte damit im Sommer
bei 130 - 150km liegen.

Die erste Frage an die Profis hätte ich jetzt auch schon. Nächste Woche werde ich beginnen die Teile zu überholen. Also auch Achsen etc.
Was soll ich mit den Differenzialen machen? Öffnen und reinschauen?? Hab da irgendwie so meine Bedenken. Ist da eine Dichtung im Deckel?
Gibt es da einen Dichtsatz? Von aussen sieht das so aus als wäre da eher eine Dichtmasse zum Einsatz gekommen.

Gibt es bei den Kardanwellen was zu überholen ausser Austausch der Gummis?

Grundsätzlich ist vielleicht noch zu sagen, dass die Suzi die ersten 15 Jahre nahezu nur auf Strasse gefahren wurde (150Tkm) und die nächsten
16 Jahre in ner trockenen Garage verbracht hat.

Gruß Ralf
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon muzmuzadi » Sa, 29 Apr 2017, 23:18

elektro-suzi hat geschrieben:Was soll ich mit den Differenzialen machen? Öffnen und reinschauen??

Einfach mal das Öl ablassen und schauen wie es aussieht und dann weiterentscheiden.
Hab da irgendwie so meine Bedenken.

Warum?
Ist da eine Dichtung im Deckel?

Es gibt keinen Deckel.
Gibt es da einen Dichtsatz?

In dem Sinne nicht ist ja nur ein Wedi.
Von aussen sieht das so aus als wäre da eher eine Dichtmasse zum Einsatz gekommen.

Ist original.
Gibt es bei den Kardanwellen was zu überholen ausser Austausch der Gummis?

Kreuzgelenke.
sebbo hat geschrieben:generell ist ein suzuki ein scheißhaus und nichts wert. jeder der geld dafür haben will macht dies mit betrügerischem vorsatz.
durch den tausch von geld gegen einen solchen scheißhaufen wirst du mitglied im suzuki offroad club und darfst dich offiziell als nicht ganz dicht bezeichnen :)
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon elektro-suzi » So, 30 Apr 2017, 8:02

muzmuzadi hat geschrieben:Einfach mal das Öl ablassen und schauen wie es aussieht und dann weiterentscheiden.

Leider läßt sich über das abgelassene Öl kein Rückschluss ziehen. Ich hab nämlich anscheinend kurz bevor ich ihn damals in die Garage
gestellt habe die Öle der Differenziale gewechselt. Das ist gestern so rausgekommen als wär's direkt aus der Flasche...

Kann ich denn als Laie an den Zahnrädern erkennen ob es sich hier um normale Abnutzungsspuren oder einen grenzwertigen Zustand
handelt? Das ganze nur mal mit dem Teilereiniger blank zu machen wird auch keine gute Idee sein denke ich. Der würde an dieser Stelle
wohl um einiges zu sauber machen.

muzmuzadi hat geschrieben:Warum?

Hab da ziemlichen Respekt vor. Also vor Getrieben und allem was so in diese Richtung geht. Für mich quasi Büchsen der Pandora...

muzmuzadi hat geschrieben:Es gibt keinen Deckel.

Mit Deckel meinte ich dann eher das Dif selbst. Wie dichtet dieser Flansch denn ab? Das Diff ist ja an den Achskörper mit glaub 9
Schrauben angeflanscht. Und hier sehe ich weiße Dichtmasse von aussen.
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon Der Jones » So, 30 Apr 2017, 9:31

Ja das Diff ist nur mit Dichtmasse drin. Normalerweise ist so ein Differenzial sehr langlebig und bedarf keiner Kontrolle solange es nicht auffällig ist. Wenn eine Revision der Dichtungen fällig ist, dann kommen die Wellen sowieso raus. Dann sind es nur noch 8 Schrauben fürs Diff selbst. Den Zustand stellt man hier erstmal über das Zahnspiel fest. Wenn da was im argen ist, würde ich das ganze Diff ersetzen, ein gebrauchtes kostet weniger als ein Satz Lager. Alleine der WeDi kostet 12 Euro.

Zur Büchse der Pandora, du hast ja uns! Im Susi ist keine Raketentechnik. In deinen Fall "noch nicht"
:lol:
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon elektro-suzi » So, 30 Apr 2017, 9:54

Der Jones hat geschrieben:Wenn eine Revision der Dichtungen fällig ist, dann kommen die Wellen sowieso raus.

Ja, stimmt. Grundsätzlich kommen mal neue Radlager vorn und hinten, Bremsen werden komplett gemacht, VA wird neu abdichten usw.

Der Jones hat geschrieben:Den Zustand stellt man hier erstmal über das Zahnspiel fest. Wenn da was im argen ist, würde ich das ganze Diff ersetzen

Kann ich als Laie dieses Zahnspiel denn richtig deuten? Den falls nicht macht es ja keinen Sinn die 8 Schrauben zu lösen :-k

Der Jones hat geschrieben:Zur Büchse der Pandora, du hast ja uns! Im Susi ist keine Raketentechnik. In deinen Fall "noch nicht"

Ganz im Ernst... ich kenne verschiedene Foren aus unterschiedlichen Bereichen. Dieses Forum hier ist das beste, dass ich persönlich bisher gesehen habe.
Und zwar in vielerlei Hinsicht. Die Art der Kommunikation, das Fachliche... absolut genial! Und auch der Bereich mit den Anleitungen!
Ohne Euch würde ich mich nicht mal in die Nähe von Pandora trauen :-D

Und zur Raketentechnik... Solange ein Kabel dran ist hab ich keine Angst. Nur ohne Kabel bin ich seehr vorischtig :lol:

Gruß Ralf
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon Der Jones » So, 30 Apr 2017, 10:19

Im Werkstatthandbuch (irgendwo im Netz ne PDF 4free zu finden) steht das alles drin. Ist nix wildes. Ne Messuhr reicht im Prinzip, allerdings kann man das meiner Meinung nach auch sehen wenn sich das Spiel deutlich außerhalb der soll Werte befindet.
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon elektro-suzi » Mo, 01 Mai 2017, 21:54

Nabend zusammen,

Der Jones hat geschrieben:Im Werkstatthandbuch (irgendwo im Netz ne PDF 4free zu finden) steht das alles drin.

Bis jetzt konnte ich noch nichts finden, aber ich versuch's weiter... :-k

Hab jetzt quasi alles auseinander und fast nix dabei kaputtgemacht. Sammy hat schon Post bekommen :-D .
Der momentane Stand:

Bild

Hab jetzt mal noch ein paar Minuten UBS abgeflammt & geschabt. Geht ganz gut. So wird das Strahlen deutlich preiswerter.

Es läuft....

Gruß Ralf
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon ohu » Di, 02 Mai 2017, 10:05

Sehr geiles Projekt.

Den hier kennst du?: viewtopic.php?f=24&t=25319&p=234649

Die Diffs würde ich an deiner Stelle lassen, wie sie sind. Wenn das Auto nur Straße gelaufen ist, dann sollte denen nichts passiert sein. Schlimmstenfalls tropft der Simmerring - aber den zu tauschen ist nicht so banal (Quetschhülse und co.)

Radlager an der HA und Achsschenkellager an der VA sind viel anfälliger. Wobei ich an deiner Stelle nur die VA revisionieren würde und an der HA nur bei Lagerschaden...
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon elektro-suzi » Di, 02 Mai 2017, 10:40

ohu hat geschrieben:Sehr geiles Projekt.
Den hier kennst du?: viewtopic.php?f=24&t=25319&p=234649

Dank Dir ohu!
Ja, den Beitrag hab ich schon paarmal gelesen. Das Prinzip ist im Grunde das selbe. Nur dass ich meine Suzi auch noch neu aufbaue vorher. Hab ja lange überlegt... und
bin zum Entschluss gekommen die Vollfettstufe mit GFK-Karosserie etc zu wählen. Der Rest wäre mir zu halbherzig. Vor allem bei der Kohle und Energie die ich
jetzt da reinstecke. Was die Elektrokomponenten angeht, so verwende ich ach ausnahmslos europäische Produktionen. Und bei den Akkus auch etwas aktuellere
Technik, was den Preis natürlich etwas nach oben treibt. Ohne Komplettrestauration wäre mir das Ganze natürlich viel lieber gewesen und ich hätte die komplette Kohle
für den E-Umbau inkl. 150km Reichweite auf dem Tisch gehabt. Aber die Basis war eben einfach nix mehr... Wenn jetzt also längere Pausen kommen liegt nicht an der
Motivation sondern eher an der Asche, die erwirtschaftet werden will :-D

ohu hat geschrieben:Die Diffs würde ich an deiner Stelle lassen, wie sie sind. Wenn das Auto nur Straße gelaufen ist, dann sollte denen nichts passiert sein. Schlimmstenfalls tropft der Simmerring - aber den zu tauschen ist nicht so banal (Quetschhülse und co.)

Das mache ich jetzt auch so. Bin ja paralell auch viel hier am lesen und dabei auf nen Artikel gestossen mit Simmerring im Diff. Da ist mir direkt schlecht geworden. Das ist momentan tooo much...

ohu hat geschrieben:Radlager an der HA und Achsschenkellager an der VA sind viel anfälliger. Wobei ich an deiner Stelle nur die VA revisionieren würde und an der HA nur bei Lagerschaden...

Für die Revision der VA & HA hab ich mir denke ich so ziemlich alles bestellt was es gibt. Einfach vor dem Hintergrund, dass wirklich alles so leicht wie möglich laufen muss um eben später so wenig
Reichweitenverlust wie möglich zu bekommen. Ich kann mich auch leider nicht mehr erinnern ob es beim Fahren Probleme gab. Das letzte mal war um 2001 :shock:

Gibt's an der HA besondere Schwierigkeiten von denen ich noch nix gelesen habe? Also sowas wie Simmerring & Differenzial?

Gruß Ralf
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Re: Suzi goes Elektro

Beitragvon Der Jones » Di, 02 Mai 2017, 19:53

Simmering und Differenzial ist hinten wie vorne gleich zu behandeln. Wie bereits erwähnt das Instandsetzen nicht ratsam. Entweder ganz drin lassen oder eben als ein Teil raus, prüfen und ggf. gegen komplettes intaktes tauschen.
Ansonsten ist die Sache hinten wesentlich einfacher als vorne. Welle raus, Lager runter *, Lager drauf, Welle rein. (vereinfacht gesagt)

*Lager runter vorher schlau machen, das wird geflext und man kann durchaus Schaden anrichten.

Vorne ist die Revision ein drecksgeschäft. Gummihandschuhe, viele Tücher oder Lappen bereit legen und ein Eimerchen mit Benzin zum Teile waschen.
Der Jones
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